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Freitag,15.11.2019
Funkengluehen im Schwarzwald

31 Januar, 2019 von Kia Korsten 0

Funken glühen in der Dunkelheit

Kein Halloween ohne Jack O‘Lantern
Los geht es am 31. Oktober, denn an Halloween darf eines nicht fehlen: Jack O’Lantern, der ausgehöhlte Kürbis, verziert mit einer grausigen Fratze und von einer Kerze beleuchtet. Der Name geht zurück auf die Legende vom Hufschmied Jack Oldfield. Dieser soll den Teufel übers Ohr gehauen haben, sodass er Jacks Seele bis in alle Ewigkeit in Ruhe lassen musste. Doch nach seinem Tod wollte auch Gott mit dieser Seele nichts zu tun haben. Deshalb blieb Jack nichts anderes übrig, als weiter auf Erden zu wandeln – und dabei eine ausgehöhlte Rübe mit einer Kohle aus dem Höllenfeuer zu tragen. Daran soll der Halloweenkürbis erinnern. 
 
Kerzen weisen den Weg
Ein beeindruckendes Bild zeigt sich oftmals am 1. und 2. November abends auf Friedhöfen: Ein Meer aus Kerzen beleuchtet die Gräber. Die sogenannten Seelenlichter sind Teil des katholischen Brauchtums und ehren die Toten zu Aller­heiligen und Allerseelen. Die Kerzen stehen für das ewige Licht, das den Verstorbenen leuchtet. Manche glauben auch, dass sie den Seelen den Weg zu ihren Körpern weisen und eine Art Brücke zwischen dem Reich der Lebenden und dem der Totenwelt bilden. 
 
Ich geh mit meiner Laterne
Zu Ehren des Heiligen Martin, der seinen Mantel halbiert hat, um einen Bettler zu wärmen, finden am 11. November allerorts Umzüge statt. Meist reitet, in der Regel auf einem Schimmel, an der Spitze ein Mann mit auffälligem Mantel. Ihm folgen scharenweise Kinder mit selbst gebastelten Lampions. Diese herbstlichen Laternen­umzüge haben eine lange Tradition. In vielen Gegenden gibt es zum Abschluss große Martinsfeuer, wobei kleine Leckereien an die Kinder verteilt werden.
 
Advent, Advent ein Lichtlein brennt
Fast in jedem Haushalt steht ab Ende November ein Kranz aus Tannenzweigen mit vier Kerzen. Der ursprüngliche Adventskranz des Theologen Johann Hinrich Wichern hatte noch für jeden Tag bis zum Weihnachtsfest ein Licht, wobei die Adventssonntage durch besondere Kerzen dargestellt wurden. Schließlich war der Kranz als kleine Zählhilfe für die Pflegekinder des Theologen gedacht. Aus praktischen Gründen behielt der moderne Adventskranz nur die vier Sonntagskerzen bei.
 
Mit Scheiben feiern
Wenn in Bernau im Februar glühende Scheiben fliegen, schaut das ganze Dorf gebannt zu. Die jungen Männer schleudern die brennenden Scheiben mit biegsamen Ästen bis weit ins Tal hinunter. Die «Flugobjekte» ziehen dabei wie Sternschnuppen helle Feuerspuren in den dunklen Abendhimmel. Dieser alte Brauch dient dazu, Geister zu verjagen und markiert traditionell den Beginn der Fasnet.
 
Das Licht der Welt
Am Karsamstag brennen nicht nur Osterfeuer, auch eine Kerze spielt eine große Rolle. Im katholischen Brauch entzündet in der Osternacht der Pfarrer an einem kleinen Feuer ein Wachslicht, das in die dunkle Kirche getragen wird. Der Weg des Lichts steht dabei für Christus, das Licht der Welt und seinem Weg vom Tod zurück ins Leben. Richtig heiß wird es dann bei den großen Osterfeuern. Gestapelte Holzscheite und Reisig werden zu riesigen Bergen getürmt, die am Abend entfacht werden. In manchen Regionen werden zudem kleine Strohpuppen als Symbol für den Jünger Judas verbrannt, der als Verräter verachtet wird, ohne den aber die erlösende Kreuzigung nicht hätte stattfinden können. 
 
Ein heißer Tanz
Am Abend des 30. April sollen Hexen auf ihren Besen zum Brocken oder Blocksberg im Harz reiten. Hier feiern sie ausgelassen die Walpurgis­nacht, indem sie sich mit dem Teufel vereinigen. Diesen «Spaß» überlässt man heutzutage nicht nur magisch begabten Menschen: In Nord- und Mitteleuropa brennen in der Nacht auf den ersten Mai allerorten Feuer und Menschen tanzen als Hexen verkleidet um die Flammen.


Kaum etwas symbolisiert Leben, Hoffnung und das Gute so sehr, wie Licht und Feuer. So ist es naheliegend, dass das wilde Element zum wichtigen Bestandteil vieler Bräuche geworden ist.


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