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07 April, 2017 von Kia Korsten 0

Die Kraft der Farben

Die Wirkung von Farben kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Sie beeinflussen die emotionalen Zustände des Menschen und sogar seine Gesundheit. Einige medizinische Lehren setzen diese erstaunliche Wirkung der Farben gezielt ein.
 
Das Betrachten des Hochschwarzwalds mit seinen dunkelgrünen Tannenwipfeln, den bunten Bergwiesen und dem sommerlich blauen Himmel kann uns mit reiner Freude erfüllen und tiefe Ruhe vermitteln. Um solche Gefühle genießen zu können, müssen Hotelgäste nicht unbedingt wissen, wie sie entstehen. Aber sie lassen sich auch wissenschaftlich erklären.
 
Der Einfluss von Farben auf den Menschen beschäftigt Forscher weltweit. Dass sie emotional berühren, konnte in vielen Studien nachgewiesen werden und wird unter anderem mit dem Aufbau des Auges erklärt: Der Sehnerv besteht aus mehreren Strängen, von denen einer direkt mit dem Mittelhirn verbunden ist. Das ist der Ge­hirn­abschnitt, der als Teil des limbischen Systems für Emotionen zuständig ist. Sobald die vom Auge gelieferten Bilder und Farben hier verarbeitet werden, verknüpft sie das Mittelhirn mit bestimmten Emotionen. Welche das genau sind, hängt von den individuellen Erfahrungen ab, jedoch treten bei Menschen aus den gleichen Kulturkreisen viele Übereinstimmungen auf. Beispielsweise ist Rot eng mit Leidenschaft, aber auch mit Ärger und Wut verknüpft. Grün wird als frisch, Blau als kühl und Weiß als sauber bzw. rein empfunden.
 
So hilfreich sind Farben
 
Durch Farben ausgelöste oder verstärkte Emotionen können zur gezielten Beeinflussung des Körpers genutzt werden. So kann die Signalfarbe Rot das Nervensystem zur Ausschüttung von Adrenalin anregen und den Blutdruck steigen lassen. Hingegen bremst Blau, die Farbe des weiten Himmels, die Adrenalinausschüttung und verlangsamt den Puls. Konzentrationsproblemen kann man mit Grün entgegenwirken, das die Denkfähigkeit zu steigern scheint. Orange soll gegen Stress helfen und das Nervensystem stärken.
 
Die Verknüpfung Farbe-Emotion kann aber noch viel mehr. So wurde durch Untersuchungen belegt, dass Farben die Selbstheilungskräfte von Menschen stimulieren können. Eine Folge dieser Erkenntnisse ist, dass in ­Operationssälen und auf Intensivstationen von Kliniken heute grüne und blaue Kleidung getragen wird. Bis vor wenigen Jahrzehnten trugen Ärzte und Pflegepersonal ausschließlich weiße Kleidung, auch die Abdecktücher für die Patienten waren grundsätzlich weiß. Dann fand man in Vergleichsstudien heraus, dass das Weiß den Stress­pegel bei den Patienten steigen ließ, wodurch mehr Anästhesiemittel benötigt wurden. Hinzu kam, dass die blendenden Stoffe die Augen von Operateuren und Assistenten anstrengten und zu schnellerer Ermüdung führten. Nachdem das Weiß durch Farben ersetzt wurde, die für Hoffnung und Ruhe stehen, folgte häufig die Neugestaltung der Patientenzimmer mit Bildern und bunten Wandfarben. Dass einstmals «klinisch» weiße Räume heutzutage bunt und freundlich wirken, trägt nachweislich zur schnelleren Genesung bei.
 
Viele werden aus dem eigenen Alltag sogenannte Blaulichtlampen gegen Winterdepressionen kennen. Ihre Wirkung wird mit der Evolution erklärt: In den kälteren Monaten spart der Körper aufgrund fehlender Ressourcen Energie. Das Signal zum Sparen wird durch das Fehlen von Sonnenlicht im Winter ausgelöst und führt zur vermehrten Produktion des Schlafhormons Melatonin. Mit kurzwelligem blauem Licht lässt sich die Energiezufuhr wieder steigern, was der Winterdepression tatsächlich entgegen­wirkt, da blaues Licht dem Gehirn signalisiert: «Es ist Sommer, schütte mehr Energie aus!»
 
Traditionelles Wissen über Farben in Indien
 
Manches von dem, was sich in der westlichen Medizin erst nach und nach durchsetzt, ist in der indischen Heilkunde seit Jahrhunderten bekannt. Dazu gehört die Wirkung von Farben. Der Ayurveda geht davon aus, dass jeder Mensch mit einer individuellen Konstitution geboren wird, die durch ein spezifisches Gleichgewicht von drei «Doshas» bestimmt wird. Der aus dem Sanskrit stammende Begriff bedeutet etwa so viel wie «was Probleme verursachen kann», wird aber meist als «Lebensenergie» interpretiert. Die Doshas «Vata», «Pitta» und «Kapha» – und damit auch die körperliche und seelische Gesundheit des Menschen – können durch die sieben Farben des Regenbogens beeinflusst werden. Wenn die Doshas aus der Balance geraten sind, können sie also mithilfe von Farben wieder harmonisiert werden. Klingt kompliziert, ist es aber nicht: Die Harmonisierung kann beispielsweise mit transparenten, farbigen Folien herbeigeführt werden, die um ein Glas mit Wasser gelegt und in die Sonne gestellt werden. Das durch die jeweilige Folie einfallende Sonnenlicht verleiht dem Wasser Schwingungen der entsprechenden Farbe, die beim Trinken das Gleichgewicht der Doshas harmonisieren. Um folgenschwere Fehler zu vermeiden, sollte allerdings immer ein heilkundiger Therapeut zurate gezogen werden. Im Vier Jahreszeiten am Schluchsee hilft das kompetente Team aus Ayurveda-Spezialisten.
 
Die Bedeutung der Farben im Ayurveda
 
Rot ist eine warme Farbe. Sie ist die Farbe der Stärke, Gesundheit und Vitalität. Rot wirkt
immer anregend, imponierend und dominant. Rot symbolisiert Aktivität, Energie und Lebensfreude. Liebe und Freude, Wut und Zorn sind die polaren Größen der roten Farbe.
 
Orange ist die Farbe der Heiterkeit und des Frohsinns. Angezeigt bei Unzufriedenheit. Dauernde Müdigkeit und Lustlosigkeit können durch Orange-Bestrahlung aufgehoben werden. Orange steigert den Ehrgeiz und bringt Herzenswärme. Die Farbe wirkt aufheiternd, bringt Kraft und Freude an der Arbeit.
 
Gelb ist die hellste der warmen Farben. Sie wirkt aufklärend, anregend, wärmend und aufheiternd. Es ist die Farbe der Klarheit, Intelligenz und des Denkvermögens. Diese Farbe hilft uns, in der Gegenwart zu sein und beim Verarbeiten von Gefühlen und Erlebnissen. Gelb vertritt das  sanguinische Temperament. 
 
Grün ist die Farbe der Balance. Es verkörpert die Farbe der Natur, des erwachenden Frühlings und des Wachstums. Wenn man sich erholen, regenerieren oder gesund werden will, braucht man Grün. Diese Farbe vermittelt Harmonie und Herzlichkeit. Grün gleicht aus, bringt Zufrieden­heit, beruhigt und entspannt.
 
Indigo ist die Farbe des Vertrauens, der Intuition und der Tiefe. Diese Farbe hat auch mit Freiraum und Freiheit sowie vertrauensvollem Loslassen zu tun.
 
Violett gilt als Farbe der Inspiration, der Spiritualität, der Veränderung und der Neu­orientierung. Violett enthält die Farben rot und blau zu gleichen Teilen, somit sind in dieser Farbe die beiden Gegensätze Aktivität (rote Energie) und Passivität (blaue Ruhe) enthalten.
 
So wirken Farben auf die drei Doshas
 
Vata Positiv: warme Pastelltöne, sonnige Gelbtöne, warmes Rot und Orange sowie Grün. Negativ: dunkle und kühle Töne wie Blau, Braun und Schwarz.
 
Pitta Positiv: Blau- und Violetttöne, ebenso Silber. Negativ: Rot, Orange, Gelb und Gold.
 
Kapha Positiv: Rot, Orange, Gelb und Gold. Negativ: Grün, Dunkelblau und Weiß.


Blau, Grün, Rot, Gelb beeinflussen Emotionen und aktivieren Selbstheilungskräfte


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