Buchen
Datum wählen Datum wählen


Wolkig   10,2°
Samstag,19.10.2019
Alemannische Fasnet Hexen

24 Januar, 2018 von Kia Korsten 0

Teuflisches Vergnügen

Wer Angst vor Hexen, Trollen und Geistern hat, sollte während der «teuflisch guten» Alemannischen Fasnet einen Bogen um den Schwarzwald machen. Bereits Ende Oktober, zu Halloween, sind die Monster los. 
Das Besuchsbergwerk Teufelsgrund in Münstertal trägt seinen Namen zurecht. In der Nacht, in der das Ende des Sommers und die Wiederkehr der Toten «gefeiert» wird, ist dieses Höllenloch wahrlich nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Bis zu 300 Rübengeister weisen den Weg in einen von Kerzen beleuchteten Stollen. Das flackernde Licht enthüllt Skelette, Spinnen und Leichen, die auf wagemutige Gäste lauern. Immer wieder dringen grausige Schreie und schrilles Gelächter aus dem Stollen. «Unsere Tour ist nichts für Angsthasen, schließlich begegnen wir auch den schauerlichen Geistern der verstorbenen Bergleute, die hier ihr Unwesen treiben und uns nach dem Leben trachten», warnt Mathias Burgert, Leiter des Besuchsbergwerks, der tollkühne Besuchergruppen als standhafter Führer begleitet. «Nach fast zehn Jahren Halloween im Bergwerk kann mich allerdings nichts mehr so leicht schockieren», erklärt er mit einem Augenzwinkern.
 
Wer den Teufelsgrund übersteht, dem dürfte auch die Begegnung mit dem Leibhaftigen nichts mehr ausmachen. Denn Teufelsgestalten gehören zu den bekanntesten und ältesten Figuren der Alemannischen Fasnet, die so ganz anders ist, als das mediengerecht gut gelaunte Treiben beim heutigen rheinischen Karneval. Bereits am Erscheinungsfest am 6. Januar heißt es im Schwarzwald «Masken und Häs abstauben » und sich gegenseitig im Narrenkostüm besuchen. Guggenmusik und Fanfarengruppen schallen durch Dörfer. 

Am «Schmutzigen Dunnschtig», dem Donnerstag vor dem Faschingswochenende, beginnt die «wildeste Jahreszeit» in den Gemeinden im Hochschwarzwald mit dem Wecken und Ausrufen der Fasnet. Hexen, Hansele und Spättlenarros ziehen durch die Straßen. In den Kneipen trifft man sich von nun an sieben Tage lang zum «Schnurre und Schnaige», bei dem die Narren im Schutz der Maske den Bürgern den «Narrenspiegel » vorhalten. Manche der oft furchterregenden Kleidle (Kostüme) sind mehrere hundert Jahre alt, so etwa der Elzacher Schuttig, eine Teufelsfigur aus dem Mittleren Schwarzwald. Wer die Kleidle erleben will und tollkühn genug ist, kann bei einem der vielen Fasnets-Umzüge auf Tuchfühlung gehen.


Die wildeste Jahreszeit im Schwarzwald ist nichts für schwache Nerven


Zurück zum Blog
 

Keine Kommentare

Kommentar abgeben
Leave this field empty
(Wird nicht veröffentlicht)

 



Beliebteste Beiträge

Zwischen Liebe und Hass
18 Januar, 2018 / Natur, Wolf, Winter
Ein Spa der Superlative
23 April, 2018 / Wellness, Gesundheit, Ayurveda, Historisch
Was ist eine Wellnessmassage?
13 Juli, 2017 / Wellness
Auf Kleopatras Spuren
18 Januar, 2018 / Winter, Wellness, Aloe vera, Honig
Funken glühen in der Dunkelheit
31 Januar, 2019 / Winter, Natur, Historisch, Freizeit
Erholsames und angenehmes Lichtspiel
07 April, 2017 / Wellness,Farben,Gesundheit
Die Kraft der Farben
07 April, 2017 / Gesundheit,Farben,Ayurveda
Es grünt so grün
05 April, 2017 / Natur,Küche,Gesundheit
Fit wie ein Profi
23 April, 2018 / Gesundheit

Neueste Beiträge

Blonde Schönheit

26 April, 2018 von Kia Korsten




Newsletter

Leave this field empty
Ich möchte den/die folgenden Newsletter erhalten: